DER GROSSE TELESKOP RATGEBER

Die 5 besten Teleskope im Vergleich

 

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Celestron NexStar Bresser Spiegelteleskop Venus Azimutal Omegon Teleskop AC 80/400 Bresser Teleskop Arcturus Seben EQ2 Reflektor Teleskop
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Teleskop-Typ Spie­gel­te­leskop/Ref­lektor Spie­gel­te­leskop/Ref­lektor Lin­s­en­te­leskop/Refraktor Lin­s­en­te­leskop/Refraktor  
geeignet für Ein­s­teiger, Hobby-Astronom: (Pla­neten, Mond, Nebel, Gala­xien, Sterne) Ein­s­teiger, Hobby-Astronom: (Pla­neten, Mond, Natur) Einsteiger: (Pla­neten, Mond, Natur, Kometen) Einsteiger: (Pla­neten, Mond, Natur)  
Teleskopöffnung 130 mm bei sehr guter Auflö­sung 76 mm bei guter Auflö­sung 80 mm bei guter Auflö­sung 60 mm bei akzeptabler Auflö­sung  
Brennweite 650 mm 700 mm 400 mm 700 mm  
Okular-Vergrößerung 260-fach 150-fach 150-fach 150-fach  
Vorteile sehr stabil
mit WLAN ausrüstbar
einspeichern von Himmelskörpern (automatisierte Lokalisierung)
hohe Auflösung
Beobachtung im Sitzen
LED Sucher-Fernrohr
Smartphone-Adapter
sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
großes Gesichtsfeld
einfache Bedienung
hochaufgelöste Bilder
variable Vergrößerung
Sternenkarte, Koffer und Kompass im Lieferumfang enthalten
Mondfilter im Lieferumfang enthalten
 
Nachteile   Stativ zerkratzt leicht

nur für Anfänger geeignet
 
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Refraktor Teleskop

Ein Refraktor Teleskop ist die wohl bekannteste Teleskop-Art und auch die älteste. In diesem Ratgeber werden Sie erfahren, warum Refraktor Teleskope auch Jahrhunderte nach ihrer Erfindung noch immer von zahlreichen Entdeckern genutzt werden und was Sie bei der Anschaffung eines Refraktor Teleskops beachten müssen.

 

Was ist ein Refraktor Teleskop?

 

Das Refraktor Teleskop wird auch Linsenteleskop genannt und es handelt sich hierbei um den nächsten Verwandten zum klassischen Fernrohr, mit dem damals erstmalig bewiesen wurde, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Zuvor waren jene die das behaupteten allesamt als Ketzer verbrannt worden, doch dank dem Fernrohr wurde es jedem möglich, selbst im Himmel nachzusehen und die Wahrheit zu erkennen. Auch heutzutage lässt sich immer noch eine ganze Menge faszinierender Himmels-Schauspiele entdecken und das Grund-Prinzip ist in all den hundert Jahren gleich geblieben:

Das Refraktor Teleskop besteht aus zwei Linsen (Refraktoren), die durch die sogenannte Montage in ihrer Position gehalten werden, damit der Betrachter sich nicht beide Arme ausrenkt. In der ersten Linse wird das Licht gebrochen, das der betrachtete Himmelskörper zurückwirft. Dadurch entsteht im Inneren des Teleskops ein um 180 Grad gedrehtes Lichtbild, welches dann mithilfe der zweiten Linse vergrößert wird. Betrachten tut der Beobachter dieses Vergrößerte Bild dann durch das Okular.

Für Anfänger eignet sich ein Refraktor Teleskop am besten, da hier anders als beim Spiegelteleskop keine Spiegel aufeinander abgestimmt werden müssen und auch nicht nach unten geschaut werden muss, sondern direkt auf das Himmelsziel.

Bei Refraktor Teleskopen entsteht beim erforschen des Himmels ein Farbfehler, da das eintreffende Licht gebrochen wird und sich in seine einzelnen Farben aufspaltet. Dieser Farbfehler entsteht als kleine Umrandung um besonders helle Objekte und wird durch eine lange Brennweite minimiert. Die Brennweite ist grob erklärt der Abstand zwischen den beiden Linsen (Refraktoren) und damit er sich auch auf die Gesamtleistung des Teleskops positiv auswirkt, muss auch die Teleskop Öffnung entsprechend größer ausfallen.

 

Tipp: Um sich das Ganze etwas einfacher zu machen, gibt es sogenannte achromatische Teleskope. Hier korrigiert eine zusätzliche Linse den Farbfehler weitestgehend. In der teureren Profi-Klasse gibt es sogar Linsenteleskope, die den Farbfehler mithilfe von zwei weiteren Linsen gänzlich beseitigen, sie tragen den Namen „apochromatisch“.


 

Die 5 Schritte zum perfekten Refraktor Teleskop

 

Es gibt nun aber auch zahlreiche Gründe dank derer die Meisten gerne über die leichten Farbabweichungen hinwegsehen, denn ein Refraktor Teleskop hat eine deutlich bessere Auflösung als ein Spiegelteleskop. In Stadtgebieten sind Linsenteleskope ohnehin besser geeignet, da sie nicht so Lichtempfindlich sind wie Spiegelteleskope. Die Betrachtung von Monden, Sternenhaufen und Planeten ist ebenfalls ergiebiger, da das Refraktor Teleskop keinen Fangspiegel benötigt und somit ein kontrastreicheres Bild erzeugt als ein Reflektor Teleskop (Spiegelteleskop). Fangspiegel setzen als Hindernis sowohl Kontrast als auch Schärfe hinab und sind dadurch für die meisten ein viel größerer Nachteil als kleine Farbabweichungen. Im Gegenzug erhalten Beobachter durch ein Refraktor Teleskop ein scharfes und kontrastreiches Bild und müssen nicht lange die Spiegel justieren.

 

Um das richtige Refraktor Teleskop für Sie auszuwählen haben wir einen ganz einfachen 5 Schritte Plan entwickelt, mit dem Sie sofort loslegen können.

 

  Schritt 1: Achten Sie auf ein stabiles Stativ

Auch wenn es zunächst nebensächlich erscheint, ist ein sicherer Stand das A und O beim Beobachten des Himmels und gewissermaßen sogar wichtiger als die Refraktoren (Linsen) selbst. Denn wenn der anfixierte Planet den Sie grade mitsamt seiner umherkreisenden Monde erforschen wollen auf einmal von der Bildfläche verschwindet weil sie geatmet haben, dann verlieren Sie schnell den Spaß an der Astronomie. Um ein gutes Stativ zu bekommen greifen Sie zu einem Teleskop das mindestens 100€ kostet anstatt sich durch Billig-Schnäppchen über den Tisch ziehen zu lassen.

 

  Schritt 2: Die gute Montierung

Die Montierung ist die Hülle und der Steuerapparat zugleich. Er ist da um die Refraktoren ihrerseits zu stabilisieren und somit gilt hierfür das Gleiche wie für Schritt 1.

 

  Schritt 3: Brennweite, Apertur, Öffnungsverhältnis – Was soll das sein?

Hinter all diesen Begriffen steckt gar nichts Kompliziertes,  lassen Sie sich also nicht einschüchtern. Die Brennweite gibt lediglich den Abstand zwischen den Beiden Linsen an, die Apertur den Durchmesser der ersten Linse (die Öffnung) und das Öffnungsverhältnis ist der Wert der herauskommt, wenn man Brennweite durch Linsendurchmesser teilt. Was Sie hier einfach nur beachten müssen ist, dass dieses Verhältnis recht ausgewogen ausfällt. Das bedeutet, eine besonders große Öffnung bringt nichts, wenn das Teleskop zu kurz ist um diese zu nutzen. Zu einer großen Linse gehört eine entsprechende Länge und umgekehrt. Auch hier tun sie gut darin zu einem Refraktor Teleskop zu greifen das über 100€ kostet, weil dann das Verhältnis fast immer schon ausgewogen ist.

 

  Schritt 4: Jetzt geht es ans Eingemachte

Nun kommen wir auf die Linsen zu sprechen, diese dürfen nicht aus Plastik sein und müssen fest verbaut sein, dürfen also unter keinen Umständen wackeln.

 

  Schritt 5: Haben Sie Spaß bei der Sache

Die Auswahl eines Teleskops ist eine großartige Sache, haben sie erstmal die oberen 4 Schritte hinter sich können Sie ruhig nach Gefühl gehen oder sich von unseren Empfehlungen oder unserem Teleskop Vergleich 2017 inspirieren lassen. So wählen Sie in jedem Fall ein Modell aus, das Ihnen Spaß und tolle Entdeckungen bescheren wird. Wir wünschen viel Erfolg!

 

Vorteile

   selten zu justieren

   guter Kontrast

   keine Veränderungen bei Temperaturschwankungen

 

Nachteile

   bei großen Öffnungen preislastig

   je nach Linsenart Farbfehler